Eignet sich Ihr Dach für eine Dachbegrünung?


Hitze und Starkregen sind inzwischen keine Seltenheit mehr, wie auch der Sommer 2026 deutlich gezeigt hat. Auch Gebäude müssen langfristig widerstandsfähiger werden, um ausreichend Schutz und ein angenehmes Raumklima zu bieten. Neben einer energetischen Sanierung kann auch die Dachbegrünung ein geeignetes Mittel für Hausbesitzer/innen sein, den Kühlbedarf im Sommer zu senken und Niederschlagswasser zu speichern. Jeder begrünter Quadratmeter trägt dazu bei, Gemeinden lebenswerter zu machen. Sie heizen sich nicht nur weniger auf, sondern entlasten bei Starkregen die Kanalisation und schaffen noch dazu Lebensräume für Insekten.

Die landesweite Auswertung zeigt, dass fast zwei Drittel der Dächer in Rheinland-Pfalz sich, zumindest in Teilen, für ein Gründach eignen können. Das wären insgesamt 185 Millionen Quadratmeter Gründachpotential, die bisher kaum genutzt werden. Das entspricht rund 26.000 Fußballfeldern.

Richtig ausgeführt kann sich eine Dachbegrünung auch wirtschaftlich lohnen: Sie schützt die Dachabdichtung, verlängert deren Lebensdauer und kann Niederschlagswassergebühren senken. Oft fehlt Eigentümerinnen und Eigentümern die erste Einschätzung. Das Kataster bietet jetzt den ersten Einstieg in das Thema Dachbegrünung, ersetzt jedoch keine statische Prüfung vor Ort.

Wer sein Dach lieber für die Erzeugung von Solar-Strom nutzen möchte, kann einen Blick in das Solarkataster werfen. Hier können Sie eine erste Prüfung vornehmen, ob sich ihr Dach für Photovoltaik oder Solarthermie eignet. Auch eine Kombination dieser Lösungen wie ein Solar-Gründach kann sinnvoll sein. 

Die Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz und das Rheinland-Pfalz Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen unterstützten als Einrichtung des Landes die Kommunen und ihre Einwohner/innen in Rheinland-Pfalz bei der Umsetzung von Aktivitäten zur Energiewende, Klimaschutz und Klimafolgenanpassung. Sie informieren unabhängig, produkt- sowie anbieterneutral.