Fördermittel aus dem RZN-Programm ermöglichen zahlreiche Projekte in der Verbandsgemeinde Nastätten


Große Freude in der Verbandsgemeinde Nastätten, ihren Ortsgemeinden und der Stadt: Mit der Übergabe der Weiterleitungsbescheide aus dem Regionalen Zukunftsprogramm Rheinland-Pfalz (RZN) können zahlreiche Projekte nun offiziell umgesetzt werden. Insgesamt erhält die Verbandsgemeinde Fördermittel in Höhe von 2.666.560,85 Euro.

Bereits am 10. April 2025 hatte der Verbandsgemeinderat einstimmig beschlossen, die Mittel hälftig zwischen der Verbandsgemeinde und den Ortsgemeinden aufzuteilen. Die Weitergabe an die Ortsgemeinden erfolgt dabei zu 20 Prozent pauschal und zu 80 Prozent nach Einwohnerzahl. Dieses transparente Verteilungsmodell schuf frühzeitig Planungssicherheit für alle Beteiligten.

In den darauffolgenden Monaten wurden in den Gemeinden zahlreiche Projekte entwickelt, abgestimmt und weiter konkretisiert. „Die intensive Zusammenarbeit zwischen der Verwaltung und unseren Gemeinden sowie die Bereitschaft zu konstruktiven Lösungen trugen maßgeblich dazu bei, dass die Antragstellung fristgerecht im August 2025 erfolgen konnte“, erläutert Bürgermeister Jens Güllering. Insgesamt wurden 136 Maßnahmen beantragt – 17 Maßnahmen der Verbandsgemeinde und 119 Maßnahmen für Stadt und Ortsgemeinden.

Nach einer Rückmeldung der Bewilligungsstelle im November 2025 und der zügigen Klärung offener Punkte liegt nun der Förderbescheid vor. Die Bandbreite der bewilligten Maßnahmen ist groß: Sie reicht von kleineren Anschaffungen wie Waldbrandrucksäcken für 400 Euro bis hin zu größeren Einzelprojekten wie der Ertüchtigung eines Bolzplatzes mit einem Fördervolumen von 100.000 Euro.

Die Projekte der Verbandsgemeinde setzen Schwerpunkte unter anderem in den Bereichen Datensicherheit, Digitalisierung der Verwaltung, Barrierefreiheit, Freibad, Katastrophen- und Bevölkerungsschutz, Rad- und Wanderwege sowie Grundschule.

Die Fördermittel verteilen sich auf die drei Programmbereiche wie folgt:

  • 55 Prozent für den Förderbereich „Stärkung der kommunalen Infrastruktur und der sozialen Gemeinschaft“,
  • 30 Prozent für den Bereich Klimaschutz-, Klimaresilienz- und strukturelle Maßnahmen,
  • 15 Prozent für das Kapitel „wirtschafts-, agrar- und verkehrsstrukturelle Maßnahmen“.

Der Umsetzungszeitraum für alle Projekte erstreckt sich vom 1. Januar 2026 bis zum 30. Juni 2028. Die Verbandsgemeinde und ihre Ortsgemeinden blicken dieser Phase mit großer Zuversicht entgegen. Das gemeinsame Treffen wurde auch dazu genutzt, die Eckpunkte für die Umsetzung der verschiedenen Maßnahmen vorzustellen. So wird die zentrale Vergabestelle der Verwaltung die Projektumsetzungen koordinieren und regelmäßig mit allen Beteiligten abstimmen.

„Die bewilligten Mittel eröffnen uns die Möglichkeit, viele wichtige Projekte vor Ort umzusetzen und unsere Gemeinden zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Entscheidend für den Erfolg wird auch weiterhin die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Beteiligten sein“, betont Bürgermeister Jens Güllering im Rahmen der Bescheidübergabe.